Delfinjagd-Saison endet mit Blutbad

27. Feb 2012

Pantropical dolphin

Zwei Tage vor dem inoffiziellen Ende der Delfinjagd-Saison in Taiji sind die Delfinjäger zur blutigsten Jagd seit mehr als zwei Jahren aufgebrochen. Dabei haben sie gemäss Beobachtungen von "Cove Monitors" 98 Pazifische Fleckendelfine zusammengetrieben und umgebracht.

Augenzeuge Tim Burns von Save Japan Dolphins schildert das Blutbad: "Es ging alles sehr schnell. Obschon viele Delfine in Panik gerieten, gelang es den Jägern relativ rasch, die sozialen Tiere, die sich ungern trennen lassen, in der Todesbucht unter die Abdeckplanen zu zerren. Dort nahm das tödliche Handwerk seinen Lauf. Allen Delfinen wurde eine spitze Metallstange ins Rückgrat gerammt, was viele Tiere ganz oder teilweise lähmt, aber selten sofort tötet."

"Heute waren so viele Delfine zu töten, dass den Jägern die Pfropfen ausgingen, um das Wundloch zu verstopfen" so tim Burns weiter. "So floss mehr Blut als üblich in die Bucht. Sie färbte sich rot. Ein verletzter Delfin schwamm halb gelähmt unter den Planen hervor. Das offene Wundloch im Rückgrat, aus welchem Blut rann, war deutlich zu sehen. Das gepeinigte Tier konnte sich kaum an der Wasseroberfläche halten und drehte sich im Kreis. Das kümmerte die Jäger nicht. Es dauerte rund zehn Minuten, bis sie auch diesen Delfin unter die Planen zurückzerrten, um ihn endgültig zu töten."

Tim Burns beobachtete weiter, wie beim Transport der Delfine, zugedeckt unter Blachen auf den Booten, zum Schlachthaus, sich mindestens ein Tier noch immer bewegte. Dies lässt auf die Vermutung schliessen, dass einige der Delfine im Schlachthaus im Hafen von Taiji noch bei lebendigem Leib ausgeweidet werden.

Was für ein trauriges Ende der Jagdsaison...

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Kommentar von Rolf | 01. Apr 2012

Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen muss... Es widert mich an was dort abläuft... Ich habe den KFilm gesehen, bin nicht sondelich zart besaitet aber ich habe das erste mal im meinem Leben (46 Jahre alt) bei einem Film geweint. Mir stehen schon wieder die Tränen in den Augen. Man sollte mal den einen oder anderen "Fischer" derart traktieren, vielleicht merken diese Vernunftresistenten Trottel endlich was sie da tun.
Fassungslos
Rolf